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Karfreitag

Karfreitagsprozessionen werden in der ganzen Welt zum Gedenken an die Kreuzigung Jesu begangen
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Im Gegensatz zum Palmsonntag war der Karfreitag wieder ein Tag der Trauer und der Ruhe. In protestantischen Gegenden ist er einer der höchsten Feiertage, bei der katholischen Kirche nur ein Gedenktag. Im folgenden stelle wir Ihnen in erster Linie die heimischen Bräuche dar.


Doch für beide Konfessionen. galt lange Zeit, dass Hammer und Nägel zu ruhen hätten (weil sie bei Christi Tod als Marterwerkzeuge dienten), dass laute und grobe Arbeit zu unterlassen sei. Man durfte nicht reisen, nicht rauchen und nicht schnupfen, nicht nähen nicht waschen, sich die Haare nicht schneiden - in manchen Gegenden nicht einmal ein frisches Hemd anziehen. Ackern und grobe Feldarbeit waren verpönt; der Bauer, der einst am Karfreitag sein Feld mit einer Dornenhecke einzäunte, wurde in den Mond versetzt. Dort kann man ihn - als Mann Im Mond -. noch heute mit seinem Bündel auf dem Rücken sehen... Andererseits .aber galt es, als segensreich,  Pflegearbeit in Feld und Garten zu machen, zu säen, zu pflanzen und die Bäume auszuputzen.

Die Brezel als Versicherung
 Üblich war, am Freitag in aller Frühe frisches Brot und besonders Brezeln zu backen. Meist waren es „Kreuzbrote“, die so aussehen, wie man es noch haute z.B. an den schwäbischen Laugenwecken sieht mit einem kreuzförmigen Einschnitt. Brezel waren als Karfreitagsspeise besonders beliebt.
 In der Gegend von Tübingen war es üblich dass jeder in der Familie noch vor Sonnenaufgang schweigend eine Brezel aß - dann blieb die Famille das Jahr über gesund. In vielen Gegenden brachte der Bräutigam seiner Braut an diesem Tag Brezeln - bis zu 50 Stück auf einem stecken aufgereiht.

Im übrigen aß man am Karfreitag Fisch und Eier. Entweder als Eierpfannkuchen oder gekocht – frisch, wie die Hühner sie am diesem Morgen gelegt hatten. Denn Karfreitagseier galten als besonders segensreich. als Ostereier taugten sie allerdings nicht. Lange nahm man an, dass Karfreitagseier sich überhaupt nicht färben ließen; niemand versuchte es.
Als die Sitte aufkam am Ostersonntag Nester für den Osterhasen aufzustellen, wurde es üblich am Karfreitag in den Wald zu gehen, um dort das Moos für die Nester zu holen.

 

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