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Gründonnerstag,
Ostern
Erinnert an das
erste Heilige Abendmahl Jesus
mit seinen Jüngern |
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An diesem Donnerstag vor Ostern erinnert man sich an das
erste Heilige Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern nahm. Das Fest ist
seit dem 4. Jahrhundert bekannt. "Gründonnerstag" heißt es zumindest seit
dem Jahre 1220. Da sprach man in Erfurt vom "Gruene Donerstac". Und
warum er grün ist - Es gibt da viele Theorien. Die einen verweisen auf des
Grünwerden in der Natur, die anderen behaupten, ursprünglich hätte der Tag
überhaupt "Grein-Donnerstag"' geheißen - von den greinenden, weinenden
Büßern in der Karwoche. Am einleuchtendsten ist die Erklärung: schon im
Mittelalter hätten die Priester an jenem Tag, - aus welchem. Grund auch
immer - grüne Messgewänder getragen. |
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Das
bescheidene Mahl !
Tatsache ist, dass seit dem 13. Jahrhundert die Farbe grün an diesem
Donnerstag eine wichtige Rolle spielt. Beispielsweise isst man grüne
Speisen: Spinat, Erbsen, Kohl. Im Schwarzwald bäckt man grüne Pfannkuchen
mit Schnittlauch. Und in vielen württembergischen Häusern ist gar nichts
anderes denkbar, als dass man am Gründonnerstag Maultaschen mit
feingehacktem Spinat auf den Tisch bringt.
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Klappern gehört dazu !
Nach der Messe am Gründonnerstag schweigen in katholischen Gegenden die
Glocken bis zum Ostersamstag. Sie fliegen, so sagt man bis zum Samstag
nach Rom, um dort zu beichten. Zum Gottesdienst wurden dann früher statt
der Glocken hölzerne Klappern oder Ratschen benutzt. Das ging In neuerer
Zeit soweit dass aus geschlagenen Glocken nun elektrisch betriebene
Klappern tönten.
In vielen Gegenden Deutschlands gingen die Kinder, die Armen und die
Dorfangestellten – Lehrer Hirten und Totengräber - am ,Gründonnerstag
durch die Gemeinde, um sich Ostereier zusammenzubetteln. Auch dabei ließen
sie Ratschen und Klappern hören. Von daher kommt der Begriff, dass man
etwas „abklappert", wenn man von Haus zu Haus oder von Ort zu Ort zieht.
Im württembergischen war diese Klapperei nicht üblich. Da brachten die
Frauen des Ortes grün gekleidet oder zumindest mit grünem Band am Hut
einander, die ersten Ostergaben.
Im übrigen war der Gründonnerstag ein geschäftiger, betriebsamer Tag der
Abkehr vom Alten: Man säuberte das Haus, brachte 'die Kleider an die
Luft, vertrieb das Ungeziefer. Auf der Feldarbeit – dem Ackern Säen und
Pflanzen - lag Segen. Und die Hühner legten am Gründonnerstag die besten
Ostereier. Man trug sie In die Kirche, um sie weihen zu lassen.
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