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In den letzten
hundert Jahren, vor allem aber in den vergangenen Jahrzehnten, hat das
Weihnachtsfest viel von seiner Schönheit verloren. Heutzutage ist es oft
so, dass der Weihnachtsbaum schon Tage vor dem Fest geschmückt im Zimmer
steht. Oft werden am Heiligen Abend dann nur noch die Geschenke verteilt und
gemeinsam mit den Kindern nach dem Nachtessen das Fernsehprogramm bis zum Ende oder bis man
eingeschlafen ist bestaunt. Oder es wird das Weihnachtsfest gar nicht mehr
zu Hause verbracht. Die Welt steht uns offen und warum nicht an Heilig
Abend auch neue Freunde kennen lernen. |
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Früher war es insbesondere
bei und in Deutschland üblich, dass der Hausvater erst am Mittag des
Heiligen Abends im Wohnzimmer in aller Ruhe den Baum schmückte, die Kerzen
aufsetzte und die sorgfältig verpackten Geschenke unterm Baum verteilte.
Dann, am Abend, zündete er die Kerzen an, läutete ein Glöckchen und dann
durften die Kinder herein. Aber mit den Geschenken war es noch nichts.
Erst wurde Hausmusik gemacht, ein oder zwei Gedichte gab es aufzusagen,
eine Weihnachtsgeschichte wurde vorgelesen. Dann aber, wenn die Spannung
aufs Höchste gestiegen war, ging es zu den Geschenken.
Anschließend kam dann noch der eine oder andere traditionelle
Weihnachtsbrauch zu seinem Recht. Viele, die einen offenen Kamin hatten,
schoben einen “Julklotz“ oder “Christblock“ ins Feuer. Der Brauch ist sehr
alt. Der große Holzklotz, am besten ein Wurzelstock, muss über die ganzen
Weihnachtsfeiertage glühen. Damit er nicht verbrennt, begießt man ihn
immer wieder mit Wasser. Die Franzosen hatten eine Variante: Sie nahmen
Wein zum Übergießen. Eine solche weihnachtliche Dramaturgie ist nicht das
Schlechteste – auch heute noch nicht. Diese recht romantische und
heimelige Art passt nach Hause oder in die eigenen Vier Wände, die auch
eine Ferienwohnung oder Hütte in den Bergen sein kann.
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