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Weihnachtsmaien und
Christbaumtradition
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Der
Weihnachtsbaum, wie wir ihn kennen, ist in unserer Gegend noch jung. Aber
er geht auf sehr, sehr alte Bräuche zurück. Den Menschen im Mittelalter
war es wichtig, zur Weihnachtszeit frisches Grün, gleichsam lebende
Pflanzen im Haus zu haben. Das sollte bedeuten, dass das Jahr auch um
diese Zeit nicht tot, sondern voller Leben war. Mit dem Christentum hatte
das nichts zu tun; es war eine heidnische Überlieferung.
In manchen Gegenden wurde sprachlich der Monat Mai in der Weihnachtszeit
übertragen. Die Weihnachtszweige hießen “Maien“. Man schnitt sie sich von
Tannen oder Fichten – und handelte sich damit regelmäßig Ärger ein. Unter
anderem wetterte der Straßburger Domprediger Geiler von Kysersberg 1508
gegen die “Sitte der Heiden, Tannenreis in die Stube zu legen“. Und 1727
wurden die “Boschen“ in Österreich überhaupt verboten.
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