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Die
Vorweihnachtszeit
Mit am
Schönsten ist die Freude auf Weihnachten – die Vorweihnachtszeit. |
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Bereits im Herbst haben unsere Vorfahren damit begonnen, sich auf das
Weihnachtsfest vorzubereiten. Was bei ihrem vorweihnachtlichen Brauchtum
christlicher und was heidnischer Herkunft war – das lässt sich heute oft
gar nicht mehr unterscheiden.
Denn hier wurden sehr geschickt zwei große Jahresfeste zusammengelegt:
die heidnische Wintersonnenwende und das christliche Fest von der Geburt
des Heilands. Beide wurden keineswegs von Anfang an am gleichen Tag oder
auch nur im gleichen Monat gefeiert. Erst Papst Liberius entschied 354,
dass man fortan das christliche Weihnachten am 25. Dezember zu feiern
habe. Eine Synode in Mainz bekräftigte dies im Jahre 813 für ganz Europa.
So haben wir heute in der Vorweihnachtzeit allerlei heidnische und
christliche Bräuche, die innerhalb von 2000 Jahre zur Tradition geworden
sind. Manche interessieren nur noch die Volkskundler. Andere liefern bunte
Geschichten für die langen Winterabende. |
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Am Anfang steht
der “Pelzmärte“
Früher begann die Vorweihnachtszeit
bei uns immer am Martinstag, am 11. November. Da aß man die Martinsgans
und dachte an die vielen, schönen Festtage, die bevorstanden. Der
Martinstag galt nämlich als Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres. Kurz
vorher wurde alles verkauft, was draußen nun nichts mehr zu fressen fand
und was man nicht behalten wollte bzw. konnte (weshalb vor Martini so
viele Gänse auf den Markt kamen) – und jetzt hatte man Zeit, sich aufs
Weihnachtsfest vorzubereiten. Deshalb ist der Heilige Martin der erste der
sechs Heiligen, die in der Vorweihnachtszeit eine Rolle spielen. |
Im Württembergischen kennt man hier und dort den “Pelzmärte“. Meist meint
man damit heutzutage den Nikolaus, der den Kindern Geschenke bringt. Aber
das ist eine Verwechslung. Der “Pelzmärte“ ist der Heilige Martin. Der
kommt in einen Pelz gehüllt daher, um sich nach dem Wohlverhalten der
Kinder zu erkundigen, die Bösen mit der Rute zu versohlen und die Guten zu
belohnen. Er besorgte tatsächlich das, was heutzutage die Aufgabe des
Nikolaus ist – nur einen Monat früher.
Allerdings gab’s den Pelzmärte nicht überall in Württemberg. Vielerorts
trat auch nur der Nikolaus auf. Und zuweilen alle beide. |
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| Sechs heilige
begleiten und durch die Vor- und Weihnachtszeit: |
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