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Der Heilige Michel
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St. Michel wird am 29. September. Er gilt als einer
der großen, bedeutenden Heiligen: Bekämpfer des Drachens, Erzengel, Fürst
der himmlischen Heerscharen, Bannenträger Christi, Streiter gegen die
Mächte der Finsternis...
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Mit Deutschland hat er eine besondere Verbindung.
Einst zierte er die deutsche Reichsfahne. Daher kommt der inzwischen
sprichwörtliche Ausdruck vom „Deutschen Michel“. Das war einst durchaus
anerkennend gemeint. Inzwischen sieht man den deutschen Michel freilich als
verträumten Gesellen, als Schlafmütze an. Der Erzengel Michael und seinen
Tag berührt das wenig. Von seinem Kampf gegen die Mächte der Finsternis
rührt der Brauch, dass in manchen Gegenden Württembergs m Vorabend noch
heute Michaelsfeuer angezündet werden; früher wurde um dieses Feuer
getanzt. Noch heutzutage gibt es in vielen Orten Michaels-Märkte. Außerdem
begann an St. Michael die Winterzeit. Die nämlich kannten unsere Vorfahren
ebenso wie wir heute. Sie Unterschied sich von der Sommerzeit durch eine
Stunde: Im Sommer wurde um acht Uhr abends Feierabend geläutet, ab dem
Michaelstag schon um sieben.
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Monte san Angelo
Gargano, Itaien |
St Michel, Bretagne - Frankreich |
Erzengel Michael
Augsburg |
Kölns
Romanische Kirchen |
| Noch ein
Brauch hängt mit dem lichtbringenden Michael zusammen – genauso aber auch
mit dem uralten Wunsch, Dämonen zu vertreiben: der abendliche Spaziergang
der Kinder mit ihren Laternen. Heute kauft man solche Lampions beim
Papierhändler. Früher machte man die Laternen selbst. Die Kinder höhlten
Kürbisse und Futterrüben aus, schnitten Augen, Nase und Mund hinein, dass
gräuliche Fratzen entstanden, und zündeten drinnen eine Kerze an. Solche
Laternen sind natürlich viel lustiger als die gekauften. |
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