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Die letzte
Septemberwoche ist für die Stuttgarter, aber auch für viele aus der
Umgebung, sehr bedeutsam: da beginnt das
Cannstatter Volksfest. Dieses
Volksfest hat heimatliche Tradition. Anders als das Münchner Oktoberfest
(das nur stattfand, weil der König Hochzeit feierte) ist das Cannstatter
ein echtes Erntedankfest. König Wilhelm I. führte es im Jahre 1818 ein. Er
war ein beliebter Herrscher, der sich unter anderem um die Landwirtschaft,
kümmerte, der es damals sehr schlecht ging. So gründete er die
„Landwirtschaftliche Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt“, die heute
als „Universität Hohenheim“ internationalen Ruf hat. Als auch die Natur
mithalf und 1817 ein gutes Erntejahr bescherte, meinte der König man müsse
1818ein richtiges großes „Landwirtschaftliches Fest“ feiern. Dabei sollte
ein Viehmarkt stattfinden, bei dem die besten Tiere prämiert würden.
Außerdem „wird ein Volksfest damit in Verbindung gesetzt und dafür
gesorgt werden, das solches durch unterhaltende Abwechslungen diesem
frohen Tage entspreche“. Dabei blieb es, bis heute. Mit dem
Unterschied, dass das Cannstatter Volksfest, inzwischen alljährlich
stattfindet, das „Landwirtschaftliche Hauptfest“ aber nur alle drei Jahre.
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