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| Das Wort
"Pfingsten" kommt vom griechischen "Pentecoste Hemerea".
das heißt "50. Tag". Soviel Zeit ist seit Ostern vergangen, wenn Pfingsten
gefeiert wird. Das ist das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes über
die Jünger Jesu.
Wie Gott auf dem Berg Sinai dem Volk Israel unter Blitz und Donner seine
Gebote gab, so kam der Heilige Geist unter dem Brausen des Windes in
Gestalt von Feuerflammen herab, um die Apostel zur Verkündung der Lehre
Christi zu stärken und allen Christen Erleuchtung und Gnade zu spenden,
damit sie nach dieser Lehre leben können.
Die Kirche hat es im 3. Jahrhundert eingeführt, aber es ist viel älter. Es
ist das alte jüdische Wochenfest, das sieben Wochen nach Passah gefeiert
wurde. |
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| Seit vielen Jahrhunderten
ist Pfingsten in Deutschland ein Fest, dass weitgehend Draußen im Freien
stattfindet und so der Mai begrüßt wurde. Mit Feldgottesdiensten,
Pfingstfeiern, Pfingstfeuer, Jahrmärkten, Maskeraden und Spass.
Seit alters her ist
Pfingsten auch das Fest der heiteren Wettspiele in Feld und Wald.
Wettspiele waren es auch, als die Fürsten im Mittelalter zu Pfingsten ihre
Maifelder abhielten, wie Kaiser Barbarossa 1168 in Würzburg oder besonders
glanzvoll 1184 bei Mainz, als seine Söhne im Beisein von 70 000 Edelleuten
die Schwertelite empfingen. Heute geht es gnädiger zu. Doch
Wettstreitigkeiten gibt es in vielen Orten. Während der Sieger als
Pfingstkönig mit einer Pfingstrose geschmückt und auf einen Maibusch
gesetzt wurde, band man dem Unterlegenen einen Dornstrauch auf den Rücken
und verspottete ihn mit einer aus Stroh geflochtenen Krone. Das Begießen
mit Wasser galt als Abwehrmaßnahme gegen Trockenheit und Dürre.
(Bild rechts: Fresko
Muttergotteskirche Ptujska Gora, Slovenien) |
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Allerlei Getier
mit Symbolkraft. Im 6. Jh. wurde eine Taube zum Symbol des Heiligen
Geistes und damit auch für Pfingsten.
Man spricht auch von Pfingsten als dem Fest der Hirten, da zu dieser Zeit
das Vieh zum ersten Mal ausgetrieben wird. In ländlichen Gegenden wurde
und wird bisweilen in einem trefflichen Auftrieb das Vieh auf die Weide
getrieben. Ein prächtig geschmückter Pfingstochse führt den Zug an. Dazu
ein verkleideter Junge mit großen Hörnern, ebenso als Pfingstochse.
Mancherorts wird auch einen Pfingsthammel, bunt geschmückt durch das Dorf
zu treiben. Ein amüsantes Treiben.
Eine besondere Erwähnung verdient der einst weit verbreitete Brauch des
Heischeganges mit der Triemetze«, die entweder selber den Zug anführte
oder als festlich gekleidete große Puppe in ihm mitgeführt wurde. Sie ist
die »trüe Metze«, die treue und mächtige Kämpferin, was der aus Mechthilde
gekürzte Name ja eigentlich besagen will.
Das Attribut der Gottheit der dunklen Jahreshälfte, der Pfingstfuchs,
wurde gejagt. Bei Heischegängen wurde als »Illebutten«, ein toter
Iltis oder, in Ermangelung dessen, eine Katze, eine Eule oder ein
schwarzes Huhn mitgeführt. Die Heischegänge, bei denen meist Eier
als die uralten Symbole des keimenden Lebens entgegengenommen wurden,
erinnerten an das Sammeln der Gaben zu gemeinsamem Opferschmaus |
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| Der
Begriff "Pfingstochse" hat sich bis heute erhalten. Allerdings sind
damit meist zweibeinige Pfingstochsen gemeint. Herausgeputzte Lackel.
Langschläfer wurden als Pfingstlümmel oder als Pfingstfuchs mit Wasser
begossen. |
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